Die Geschichte des Kranich-Gymnasiums

- 1955/56 bis 1969/70 -

1955/56

Schülerzahl steigt auf 733 an, ohne dass zusätzliche Lehrkräfte hinzukommen, was neben höheren Klassenfrequenzen auch Kürzungen in den Fächern Musik, Kunst, Werken und Sport bedeutet. Allmählich werden die Skifahrten in den Alpen zu einer weiteren außerschulischen Attraktion dieser Schule. Es findet ferner eine Ausstellung zur "Ostdeutschen Woche" statt.

1956/57

Schulleiter Dr. Korn verläßt die Schule in Richtung Göttingen; sein Vertreter wird zuerst OStR. Nipp, dann Dr. Grosser. 770 Schüler mußten in 24 Klassen weiterhin mit reduziertem Unterrrichtsangebot auskommen bei 35 Lehrkräften (Kürzung: 11,3%). Die Gründung des "KRANICH", um den sich StR. Müller verdient gemacht hat, bereichert das Schulleben.

01.10.56: Einrichtung eines Vorseminars von Referendaren, welche eine weitere zusätzliche Belastung für Schüler und Lehrer bedeuteten.
15.03.57 Einweihung der Aula.
16.03.57 Verabschiedung Dr. Korns und Abi-Entlassung.

1957/58

14.09.57 Es findet ein Oberstufenfest statt.
04.11.57 OStD. Gransow wird Leiter des Gymnasiums.

Die Schülerschaft setzt sich aus 795 Schülern zusammen, wovon die Mädchen 41,1% stellen. Stundenkürzung liegt bei 12,1%, da nur 37 haupt- und neun nebenamtliche Lehrer zur Verfügung stehen.

1958/59

44 Lehrer unterrichten 828 Schüler. Erwerb des Schullandheims: Das an dem sog. Eulenspiegeler Teich bei Zellerfeld (Harz) gelegene Mühlengrundstück ("Fruthsche Mühle") soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden. Kaufpreis des Objektes: 35.000 DM.

13.10.58: Am Tag des Baumes pflanzen die 5. Klassen einen Baum.

Im weiteren fallen besonders die Theater und Musikaufführungen der Laienspielgruppen auf. Im Dezember wird erstmals der Turnhallenbau diskutiert.

1959/60

Die konkreten Aufgaben der SMV bestehen im wesentlichen aus (Pausen-) Aufsichten zu den verschiedenen Anlässen. Ausbau des Landheims beginnt. Neben den vielen Aufführungen der Laienspiel- und Musikgruppen fallen besonders auf:


10.12.59: Beginn des Baus der Turnhalle.
10.03.60: NDR sendet ausschnitte der Generalprobe zu Haydns "Schöpfung" im Fernsehen.
10.03.60: Aufführung der "Schöpfung" im Gästehaus.
12.03.60: Abi-Ball.

1960/61

823 Schüler verteilen sich auf 52 Lehrer.

05.05.60: Schulsprecherwahl
14.05.60: "Frühlingsball" von Schulchor und -orchester.
21.05.60 "KRANICH"-Mitarbeiter besuchen eine Tagung der "Jungen Presse" Niedersachsens.
22. u. 28.06.: Schulfeste der 5.-8. Klassen in Gebhardshagen.
03.10.60: Oberstufenball.

1961/62

Schülerzahl geht bei gleicher Lehrerzahl auf 772 zurück.

01.02.61: Offizielle Übergabe des Schullandheims an die Schule.
23.04.61: Aufführung von drei Lustspielen durch die Spielschar der Schüler.
06.09.61 der Niedersächsische Kultusminister, Richard Voigt, besucht das Gymnasium Salzgitter-Lebenstedt
23.09.61: Oberstufenball (mit eigener Schülerkapelle!).
08.02.62: Berlin-Abend in der Aula: "Die Mauer".
10.03.62: Abi-Entlassung und Abi-Ball.

Bedeutend für dieses Schuljahr ist der Beginn des Schüleraustausches mit der "North Penn High-School" in den USA.

1962/63

Zahl der Schüler steigt bei etwa gleicher Lehrerzahl auf 782 an.

18.04.62: Aula Feier der 8.-13. klassen, K. Busse: "Ein Jahr Austauschschüler in den USA".
21.-04.62: Gründung des Verbandes der ehemaligen Schüler des Gymnasiums Salzgitter-Lebenstedt.
28.05.62: Begrüßung der finnischen Austauschschüler.
21.11.62: Ausstellung "Schlesischer Kultur" im Rahmen der "Ostdeutschen Woche".

1963/64

SMV: erste Schülerversammlungen finden statt. Aufgaben: Mitarbeit an der Haus- und Pausenordnung. Betreuung der Austauschschüler, der Abiturienten und des Abi-Balles.

05.04.63: Richtfest für den neuen Klassentrakt.
15.08.63: Aula-Feier zur "Berliner Mauer".
03.10.63: Gedenkstunde zum 100jährigen Bestehen des "Roten Kreuzes".
16.10.63: Mitwirken von Schülern an der musikalischen Ausgestaltung der Einweihung des Rathauses in Salzgitter-Lebenstedt.
19.10.63: Festball der "Ehemaligen".
10.11.63: Ausstellung "20 Jahre Gymnasium" in der Pausenhalle.

1964/65

März; Der Schulträger übergibt den Neubau (heutiger Kunsttrakt) an die Schule!
20.08.64: Kapellenwettstreit von acht Salzgitter-Bands.
18.10.64: Elternratssitzung mit Vertretern der Stadt; Thema: Bau eines zweiten Gymnasiums in Salzgitter-Lebenstedt.
04.12.64: Aufführung eines von der Kl. 7 L2 im Landheim verfaßten heiteren Spiels für die Klassen 5 - 12.
10.03.65: Walter Junge wird 60 Jahre alt.

1965/66

818 Schüler 58 Lehrkräfte. In diesem Jahr erfolgt die Einführung der Eingangsstufe an Gymnasien, die den Wegfall der Aufnahmeprüfungen und eine engere Zusammenarbeit mit den Volksschulen mit sich brachte.


29.04.65: Schülervollversammlung mit Schulsprecherwahl.
13./15.11.65: Einbruch in die Steinbaracke.
15.11.65: Verleihung des Wanderpreises für die beste Schülerzeitung 1964 an das Gymnasium Salzgitter-Lebenstedt ("KRANICH").
21.01.66: Dürrenmatts "Herkules und der Stall des Augias" wird aufgeführt.
22.01.66: Offizielle Neubauanweisung. Abschluß der äußeren Gestaltung der Schule.

1966/67

KURZSCHULJAHRE! Verbunden damit sind riesige organisatorische Schwierigkeiten, die vor allem im Bereich Unterrichtsversorgung mit einem Fehl von 19% zu Buche schlagen. Die Schülerzahl wächst auf 906 in 37 Klassen. Aus diesen Gründen werden Arbeitsgemeinschaften und Schulheimaufenthalte deutlich eingeschränkt bzw. eingestellt. Bedeutend für diese Jahre war der SCHULLEITERWECHSEL. Im April 1966 (17.04.66) verließ OStD. Gransow die Schule. OStR. Nipp leitete die Schule bis zum Ende des ersten und OStD. Koop (01.12.66) übernahm die Leitung mit dem Beginn des zweiten Kurzschuljahres, welches ihm 1200 Schüler in 44 Klassen bescherte.

1967/68

Am 1. Mai 1968 betrug die Schülerzahl 772 Schüler, die auch nach der Teilung des Gymnasiums in G I (später Kranich-Gymnasium) und G II (später Gymnasium am Fredenberg) noch mit Kürzungen im Unterricht von 18,6% leben mußten.


04.04.68 Beschluß des Rates zur Umbenennung des Gymnasiums in "Kranich-Gymnasium".

Wander-, Studienfahrten und Landheimaufenthalte normalisieren sich wieder. Eine Linderung der Raumnot ist aber trotz der Teilung immer noch nicht feststellbar. Wichtig aus Schülersicht: Gründung der Schülerzeitung "Alternative". In diesem Zusammenhang drohte auch ein mögliches Ende des "KRANICH".

1968/69

Aufgrund der Raumnot müssen "Wanderklassen" eingerichtet werden. Funktionsräume wurden vom G II mitbenutzt. Die Turnhalle wurde von mehreren Schulen (und Vereinen) sehr intensiv ausgenutzt. Die SMV-Arbeit wurde von APO-Anhängern gestört, normalisierte sich aber bald. In diesem Zusammenhang kam es allerdings zu einem Schulverweis.

1969/70

Weiterhin "Wanderklassen" (3). Trotz der Lehrerknappheit fanden aber wieder eine Reihe von AGs statt. Es entsteht eine Partnerschaft mit einer französischen Schule in der Normandie. Schulische Neuerung war vor allem die Einführung des Sexualkunde-Unterrichtes.

1970/71

Keine Änderung der Gesamtsituation, die Zusammenarbeit zwischen Schule und SMV scheint gut zu funktionieren.

Home